Raku-Keramik

楽 - RAKU

Das Wort meint FREUDE, HARMONIE auch GLÜCKSELIGKEIT.

„Diese Lehre ist bereits vier Jahrhunderte alt. Aber was hat ihr Alter mit ihrem Wesen zu tun? Sie ist, wie das Zen, ewig jung und kraftvoll trotz ihres hohen Alters. Es muss in ihr verborgen irgendeine unzerstörbare Lebenskraft sein, die es ihr ermöglicht, auch weiter Generation nach Generation anzusprechen.“ S. Yanagi „Der Weg des Tees“

In Japan ist Raku eine seit dem 16. Jahrhundert verbreitete Teekeramik (rotes & schwarzes Raku) – von Teemeistern hochgeschätzte Trinkschalen zur Verwendung in der Teezeremonie – durch das Wirken Bernard Leach’s der westlichen Welt zugänglich gemacht und bis zur heutigen Form weiterentwickelt.

Die glasierten, bemalten Tongefäße werden in einem kleinem Gasofen bei etwa 1000 °C (verhältnismäßig niedrig) gebrannt. Über das Abzugsloch kann der Prozess der Glasurschmelze beobachtet werden. Die dann leuchtend orange glühenden Töpfe werden mit langstieligen Zangen herausgehoben und in mit Hobelspänen befüllte Behälter eingestellt. Das trockene Material (manchmal auch Stroh, Heu, Blüten) entzündet sich sofort an den Gefäßen. Der Behälter wird verschlossen und die Töpfe erfahren nun in kurzer Zeit ein nachgestaltendes Räuchern: Kohlenstoff lagert sich im Scherben ein und färbt diesen schwarz. Das durch die Sturzkühlung entstandene Craquelee (die typischen feinen Linien) wird durch die Kohlenstoffeinlagerung ebenfalls sichtbar. Anschließendes Säubern lässt den einzigartigen Charme und Charakter der Keramiken entdecken.
Der Töpfer lächelt. Sein Herz ist heiter.